Böttcher-Wettbewerbe Literatur & Kunst (02.06.2026)
Das Motto für den Böttcher-Wettbewerb Literatur 2026 lautet „Erwachsen“. Erwachsenwerden ist kein Moment, sondern ein Prozess. Ein Sammeln von Entscheidungen, die manchmal zu groß wirken und manchmal überraschend leicht fallen. „Erwachsen“ bedeutet Verantwortung – für sich selbst, für andere und für die Geschichten, die wir schreiben, ob mit Worten oder Taten. Doch Erwachsenheit ist auch Zweifel, das stolpernde Weitergehen, das Wiederfinden eines Mutes, der nie ganz verloren war. Diesen Prozess kann man von innen aus sich selbst heraus beschreiben aber auch von außen betrachten und befragen - sei es bei Geschwistern, Eltern, Freunden oder in der Verwandtschaft. In den Texten des Böttcher-Literaturwettbewerbs 2026 wurde diese vielschichte Zeit erkundet. Die Texte auf der diesjährigen Vernissage zeigten, wie unterschiedlich der Weg ins Erwachsensein verlaufen oder der Blick auf z.B. Erwachsene ausfallen kann: geradlinig oder verschlungen, schmerzhaft oder befreiend, voller Abschiede oder neuer Anfänge, sind Erwachsene Partner*innen, Gegenspeiler*innen, Vertrauenspersonen oder einfach nur ein Rätsel? Ob in realistischen Erzählungen, poetischen Bildern oder experimentellen Formen – im Mittelpunkt stehen die Veränderungen, die uns prägen, und die Erkenntnisse, die uns (er)wachsen lassen.
Unsere Bildergalerie vermittelt einen kleinen Eindruck von der gelungenen Lesung und der anschließenden Vernissage des Böttcher-Wettbewerbs. Vielen Dank an alle Teilnehmende und Organisator*innen. (Max Philipp Brüchmann | aus: HTS-Mitteilungen, Nr. 96)