Tier & Natur

Es summt und brummt an der HTS

Für wen?

Klassen 5-7 & 8-Q2

Mit wem?

Herr Zehle, Frau Sawatzki

Wann?

10 Samstage im Schulhalbjahr (9-12 Uhr)

Unsere Schulimkerei bietet Schüler*innen aller Jahrgänge die Möglichkeit, das Imkern zu erlernen. Gemeinsam führen wir alle notwendigen Arbeiten an den Bienenvölkern im Jahresverlauf durch, erproben unterschiedliche Haltungsformen, unterstützen die eigene Bienenhaltung und fördern die Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend forscht/ Schüler experimentieren".

Königinnenvermehrung

In unserer Schul­imkerei verwenden wir Königinnen, die in Nord­friesland ent­standen sind. Um eine aus­rei­chend große An­zahl an Königinnen vor­rätig zu haben, betrei­ben wir unsere eigene Königinnen­vermehrung. Unsere Merk­male zur Aus­wahl eines Zucht­volkes sind Sanft­mut, Winter­festigkeit und ein geringer Behandlung­sbedarf gegen die Varroa­milbe. Die Begat­tung erfolgt aus­schließ­lich im Flug­bereich unseres Bienen­standes.

Völkerführung

Zur Gesunderhaltung unserer Bienenvölker bilden wir im Vollfrühling und Frühsommer viele Jungvölker. Dabei kommt es zu einer Brutunterbrechung, wie sie auch in der Natur beim Schwärmen vorkommt. So können wir Vorsorge gegen eine Vielzahl an Brutkrankheiten betreiben und gesunde Völker führen. Im darauffolgenden Frühjahr bieten wir die erfolgreich ausgewinterten Völker zum Kauf an.

Honig

Unser aromatischer Frühjahrsblütenhonig bildet das Trachtangebot im Umfeld der Hermann-Tast-Schule ab. Die Bienen sammeln ihren Nektar auf Vergissmeinnicht, Raps, Schneeball, Erle, Phacelia, Kernobst, Weide und verschiedenen Ahornarten (Pollenanalyse 2021). Unsere Erntemengen fallen geringer aus, da wir mit unseren Bienen nicht wandern.
Bienenstand, Verarbeitung und Verkauf befinden sich auf dem Schulgelände, sodass wir durch den Wegfall von Transportwegen unseren Kohlenstoffdioxid geringhalten können. Ebenfalls vermeiden wir Plastikmüll, indem wir das Futter für unsere Völker selbst herstellen und somit auf Futter in Plastikeimern verzichten.

Segeberger Beute und Hohenheimer Beute

Bei der Segeberger und Hohenheimer Beute handelt es sich um Magazinbeuten, mit der man hohe Honigerträge erzielen kann. Jede Beute besteht aus drei Zargen sowie Deckel und Boden. Die zwei unteren Zargen dienen als Brutraum für die Königin, in der obersten Zarge lagern die Bienen den Honig ein. In jeder Zarge befinden sich zehn bis elf Waben, die sich einzeln entnehmen lassen. Dies ermöglicht den Gesundheitszustands des Volks zu überprüfen und Rückschlüsse auf Volksentwicklung zu machen. Zudem lassen sich viele Eingriffe durchführen, um die vom Imker gesetzten Ziele zu erreichen.
Wir nutzen die Segeberger Beute in der Schulimkerei, da sie den angehenden Jungimkern die tiefsten Einblicke in das Volk ermöglicht.

Warre Beute

Bei der Warre' Beute handelt es sich um eine Magazinbeute, die aus bis zu vier Zargen sowie Deckel und Boden besteht. Die Abmessungen orientieren sich an einer Baumhöhle, dies soll sich positiv auf den Wärmehaushalt und die Nestduftwärmebildung auswirken. Die Bienen erhalten keine Bauhilfe für ihr Wabenwerk. Auch lassen sich die Waben nicht einzeln entnehmen, wodurch es etwas an Erfahrung braucht, um Rückschlüsse auf die Entwicklung und den Gesundheitszustand des Volks zu machen. Der Betrieb erfordert weniger Material und einen geringeren Zeitaufwand als bei moderneren Beutentypen. Die zu erwartenden Honigerträge fallen geringer aus.
Wir nutzen die Warre' Beute in der Schulimkerei, um den Schülern eine extensive Bienenhaltung zu zeigen.

SchifferTree

Beim SchifferTree handelt es sich um eine Bienenbehausung, die einer nachgebildeten Baumhöhle nahekommt. Grundgedanke ist, dass die Gesundheit der Bienen unter anderem eng mit ihrer Behausung zusammenhängt und sich das Volk seinen eigenen Bedürfnissen nach entwickeln kann, ohne dass der Imker regulierend eingreift. Die Kontrolle des Bienenvolks erfolgt in erster Linie durch Sensoren und Endoskopie. Honig wird bei dieser Form der Bienenhaltung nicht gewonnen.
Wir nutzen den SchifferTree in der Schulimkerei, um den Schülern eine Bienenhaltung zu zeigen, die der Lebensweise von wildlebenden Bienen nahekommt.

Wespennest entfernen? Wespenberatung Nordfriesland nutzen!
Wespennest in einer Hecke

Wespen werden von den Menschen als Inbegriff einer aggressiven, gefährlichen und höchst nervigen Tierart angesehen. In Wirklichkeit stehen aber hinter dem allgemeinen Begriff "Wespe" tausende Arten, die zur Unterordnung der Taillenwespen (Apocrita) zählen. Sie sind scheu, nicht verteidigungswillig und ihr Stachel schafft es nicht einmal durch die menschliche Haut hindurch.
Den schlechten Ruf der "Wespen" ist jedoch nur auf die Gewöhnliche Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) aus der Gattung der Kurzkopfwespen (Paravespula) zurückzuführen. Es sind die einzigen Wespenarten, die sich für Nahrungsmittel des Menschen interessieren. Sie zählen zur Unterfamilie der Papierwespen (Vespinae), mit ihren stets einjährigen Papiernestern. Diese sind spätestens im Herbst verlassen und werden nie erneut bezogen. Da die Papierwespen in Konkurrenz zueinanderstehen, kann eine Papierwespenart die Ansiedlung von V.  germanica oder V. vulgaris erschweren. Bevor man also viel Geld für die chemische Abtötung eines Volks ausgibt, sollte man feststellen, ob es sich um V. germanica oder V. vulgaris handelt. Doch auch diese möglicherweise lästigen Papierwespenarten erfüllen im Naturhaushalt wichtige Aufgaben, so reduzieren sie die Anzahl von anderen Insekten wie Blattläusen oder Mücken. Fragen Sie sich selbst: "Liegt ein vernünftiger Grund für die Vernichtung des Volks vor oder kann ich einen Sommer mit meinen Gästen leben?" Nach §39 BNatSchG sind alle wildlebenden Tiere geschützt.
Ein eigenständiges Entfernen von Wespennestern ist nicht nur gefährlich, sondern es kann auch zu hohen Bußgeldern kommen, wenn es sich um eine besonders geschützte Art nach §44 BNatSchG handelt. Nach §1 BArtSchV sind alle solitären Bienenarten, Hummelarten, Knopfhornwespen, Kreiselwespen und die Hornisse besonders geschützt. Weder Privatpersonen noch Schädlingsbekämpfer dürfen diese Arten ohne Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde fangen oder bekämpfen. Auch daher sollte zunächst eine hinreichende Bestimmung der Tiere erfolgen.
Um Ihnen und den Wespen zu helfen, können Sie sich bei uns beraten lassen. Ziel der Beratung ist es, die nistenden Tiere hinreichend genau zu bestimmen, um Tipps für ein harmonisches Miteinander zwischen Ihnen und Ihren Sommergästen zu geben. Wir werden keine Wespenvölker abtöten. Eine Ausnahmegenehmigung für die Umsiedlung einer besonders geschützten Art kann nach §67 Abs. 2 BNatSchG in Verbindung mit §45 Ab.7 BNatSchG von uns bei der Naturschutzbehörde beantragt, eine anschließende Umsiedlung durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie, dass es in den Beratungsfällen erforderlich ist, dass Sie...

  • genau wissen, wo sich das betreffende Nest befindet.
  • uns Fotos von dem Nest und seiner Oberfläche, sowie der Tiere per E-Mail zusenden können. (Idealerweise frontale Großaufnahmen des Schädelsund der Rückenpartie toter Tiere. Diese können Sie ggf. unter dem Nesteingang finden.)
  • der Möglichkeit zum Zusammenleben mit den Tieren grundsätzlich eine Chance einräumen - nur mit Kompromissbereitschaft ist die Beratung möglich und sinnvoll.
  • uns Ihre vollständigen Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer, E-Mail) mitteilen.

Kontakt: Birger Zehle, Wespenberater, Umsiedler und Bienensachverständiger
Die Beratung ist kostenfrei. Gerne können sie unser Projekt durch eine zweckgebundene Spende für die Schulimkerei auf das Konto des Fördervereins der HTS unterstützen.
Empfänger: Bund der Freunde und Förderer der HTS
Verwendungszweck: Zweckgebundene Spende für die Schulimkerei der HTS
IBAN: DE54 2175 0000 0100 0407 81

Weitere Infos finden sich auf den Seiten des Kreises Nordfriesland, der Aktion Wespenschutz und dem Nabu Berlin.

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